Anne Haasch

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Frau mit kurzem Haar, die in die Kamera schaut, schwarz Kleid und schwarze Hose trägt, sitzend mit einem Bein hochgezogen und den Arm um das Knie legend.

Die in Weimar lebende Gitarristin hat sich in den letzten Jahren einen Namen als gefragte Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin gemacht. Ihr Studium der klassischen Gitarre zog sie von Mecklenburg nach Weimar in die renommierte Klasse von Professor Thomas Müller-Pering (HfM Franz Liszt). Ausflüge und Einblicke in die Alte Musik durch Björn Colell bereicherten ihr künstlerisches Spektrum. Wegweisende Impulse für ihr Musizieren erhielt sie von Olaf Van Gonnissen, Johannes Monno, Hopkinson Smith, Nigel North und Carlo Marchione.

Anne Haasch war Sonderpreisträgerin des Wettbewerbs Verfemte Musik in Schwerin. Die dortige Begegnung mit Überlebenden des Holocausts (Anita Lasker-Wallfisch, Esther Bejarano, Ursula Mamlok, Walter Arlen, Coco Schumann) eröffneten ihr eine musikalische Welt längst in Vergessenheit geratener Komponist:innen und Interpret:innen. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer künstlerischen  Arbeit liegt seitdem in der intensiven Auseinandersetzung mit Werken jüdischer Komponist:innen wie Ruth Schönthal, Mario Castelnuovo-Tedesco, Roberto Gerhard und Alexandre Tansman.

In zahlreichen Konzerten im In- und Ausland, die auch immer eine Suche nach neuen Wegen und weniger bekannten Kompositionen sind, konnte die Musikerin ihr Publikum begeistern. Sie war Gast der Song Makers´ Guild Capetown (Südafrika), den Thüringer Bachwochen, von Rhapsody in School, dem Intonations Festival in Berlin, konzertierte mit den Hofer Symphonikern u.v.m.

Anne Haasch widmet sich mit großer Hingabe der Kammermusik und dem Lied, u.a. mit dem Klarinettisten Jan Doormann (Duo Arvoredo), der französischen Mezzosopranistin Natalie Perez und dem Tenor Julian Prégardien (LIEDSTADT).

Ihre CD-Veröffentlichungen sind von der Fachpresse hoch gelobt:

“Bach & Ponce” wurde 2023 in den Kategorien Instrumentalistin des Jahres sowie Solistische Einspielung des Jahres für den OPUS KLASSIK nominiert.

Anne Haasch war Stipendiatin des Deutschen Musikrats, der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen und des Literaturrats Thüringen sowie Preisträgerin der Hans-Kauffmann-Stiftung. Konzertreisen nach Sambia und Südafrika wurden mit Förderstipendien des Goethe-Instituts und der GVL realisiert. 

Die engagierte Pädagogin und Vermittlerin gibt Meisterkurse im In- und Ausland. Sie lehrt klassische Gitarre und Kammermusik an den Musikhochschulen in Köln, Weimar und Leipzig.